Terminausfall 28.02.2020

Ich habe spontan entschlossen, meine Praxis mal wieder etwas intensiver zu vertiefen, als „geballte Ladung“ sozusagen. Nachdem ich in den letzten beiden Wochen wieder stärker gemerkt habe, dass viel unverarbeitetes in mir schlummert – ich war recht emotional, häufig scheinbar grundlos traurig oder gereizt – habe ich entschieden, dem, was gerade mehr Raum einfordert als im Alltag möglich, diesen auch zu geben.

Der Zeitpunkt könnte kaum besser sein. Es war nicht nur recht unproblematisch, kurzfristig Urlaub einzutragen, auch das Kursprogramm im Intersein Zentrum bietet sich jetzt geradezu an, denn vom 22. – 29.02. findet dort das alljährliche sogenannte „Faschingsretreat“ statt, das meistens ein Schweigeseminar ist. So auch dieses Jahr.

Gerade in der Zeit, in der das närrische Treiben in weiten Teilen des Landes seinen Höhepunkt erreicht, bietet das Zentrum eine Insel der Stille, um im Schweigen, mit viel Meditation und in spirituellen Vorträgen in Kontakt zu kommen mit dem eigenen Inneren. Auch werden Körper und Geist vereint bei achtsamem Tun, sanften Qi Gong Übungen und in geführten Tiefenentspannungen sowie bei der Gehmeditation in der traumhaften Natur des Bayerischen Waldes.

Ich fahre nun schon zum vierten Mal zu dieser Zeit hin, treffe immer wieder liebe Menschen, viele kenne ich schon, andere lerne ich kennen und schätzen und vor allem begegne ich mir selbst jedes Mal neu.

Da das Leben, sowohl um mich herum als auch in mir, sich in stetigem Wandel befindet, bringt auch die Zeit des Nicht-Redens und Nicht-Abgelenktseins durch Medien oder ähnliches immer wieder neue Aspekte in mir zum Vorschein. Es ist wie mit den Menschen in Hohenau, vieles, was mir bei der intensiven Innenschau begegnet, ist mir seit Jahren vertraut, mit anderem komme ich ganz neu in Kontakt, wieder andere Aspekte lerne ich vielleicht zum ersten Mal von einer anderen Seite kennen, obwohl ich schon lange von ihrer Existenz weiß.

Es ist immer wieder ein Abenteuer, diese Sache mit dem bei-mir-Sein, ist für gewöhnlich sowohl aufwühlend als auch beruhigend, bringt manchmal Traurigkeit, Wut und Ängste an die Oberfläche, manchmal ungeahnte Energien und Fähigkeiten, meistens ist es in irgendeiner Form befreiend oder inspirierend. Aber egal, was zum Vorschein kommt, anschließend bin ich mir ein Stück näher, ein Stück heiler, habe mindestens ein Puzzleteil mehr von meinem wahren Selbst, um es mit nach Hause zu nehmen und es in mein tägliches Leben zu integrieren.

Sollte jemand noch spontan Zeit und Lust haben, es ist sicher noch ein Platz für euch frei und die Gemeinschaft wird euch herzlich willkommen heißen! 🙏🏼☺️

2 Antworten auf „Terminausfall 28.02.2020“

    1. Danke!
      Das letzte Mal ist fast ein Dreivierteljahr her, es wird wirklich mal wieder Zeit. Und ich hatte seeeehr gehofft, dich auch dort zu sehen. 😉
      Die Grüße werde ich gerne ausrichten, sie freuen sich ganz sicher!

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