Zündfunke Sangha

Seit einigen Wochen treffen wir uns nun schon online, die Gruppe ist um ein paar Gesichter und Geschichten reicher und es hat sich ein regelmäßiger Termin heraus kristallisiert:

Wir treffen uns nun immer sonntags um 8:00 Uhr über Zoom. Fragen dazu beantworte ich gerne über WhatsApp oder Email.

Warum gerade Sonntagmorgen?

Zu dieser Zeit ist der Geist noch frisch und unverbraucht.

Zu dieser Zeit ist die Außenwelt noch verhältnismäßig ruhig, für gewöhnlich hört man von draußen nur die Vögel zwitschern.

Zu dieser Zeit sind die meisten sowieso (noch oder schon 🙃) zu Hause, es gibt nicht den ganzen Tag den Termin im Kopf zu behalten und die Gestaltung des restlichen Tages ist somit freier.

Die Zusammensetzung der Gruppe wechselt wöchentlich, die Themen und Herangehensweisen sind variabel, von Online-Vortrag über geführte Meditation und völlig freie Runde bis hin zum Gespräch mit Themenschwerpunkt – und immer bilden wir eine Einheit, eine nährende Gemeinschaft aus unterschiedlichen Vorlieben und Ideen, Einstellungen, Hoffnungen und auch Vorgeschichten, in der das Sein der anderen respektiert und angenommen wird.

Jede Woche sind Entwicklungen sichtbar, innere Hindernisse, die erkannt werden, Blockaden, die manchmal Verzweiflung auslösen und doch transformiert werden können, gegenseitiges Verständnis und Anteilnahme, Aha-Momente und Geschichten voller Freude über die bereits gemachten kleinen und großen Schritte.

Ihr, liebe Freundinnen und Freunde, wisst vielleicht gar nicht, was ihr mit eurem Dasein in mir bewegt. Mir fehlen auch schlicht die Worte, um das so deutlich auszudrücken, wie ich gerne würde.

Ein Jahr lang waren da immer wieder massive Zweifel, ob das „Projekt Sangha“ überhaupt Sinn ergibt, wir waren zu zweit, mein bester Freund und ich, zu zweit, wenn überhaupt. Es gab vermeintlich keine Rückmeldungen, kein Interesse (das hat sich ja glücklicherweise als Technikpanne herausgestellt 😄), die Motivation ist immer weiter geschrumpft und doch, da war etwas, das uns weiter getragen hat, ein Same von Hoffnung und eine riesige Portion von festem Glauben, dass die Welt die Praxis und Gemeinschaft braucht und zu gegebener Zeit darauf zurückgreifen wird. Meine Dankbarkeit über das, was auch immer uns hat weitermachen lassen, ist unendlich groß, denn im Laufe der letzten sechs Wochen sind alle meine Zweifel förmlich dahin geschmolzen.

Ihr seid da, diese kleine, lebendige Gemeinschaft um mich herum, das Sein und Praktizieren mit euch lässt mich weitere innere Grenzen erkennen und überwinden, zeigt mir ungekannte Ansichten und Perspektiven, stellt mich vor die Herausforderung, wirklich tief zuzuhören und unterschiedlichsten Sorgen, Sichtweisen und Erwartungen mit Mitgefühl zu begegnen und lehrt mich nicht zuletzt Muditā (Mitfreude), wie ich sie nie zuvor empfunden habe.

Aus tiefstem Herzen freue ich mich, wenn ihr von Erkenntnissen und Erfahrungen mit der Praxis berichtet, über jeden Schritt, den ihr für euch verwirklicht und von dem ihr feststellt, dass er euch gut tut.

Das, ganz genau das habe ich für mich als Sinn von Sangha erkannt – Raum für gegenseitige Unterstützung in schwierigen Zeiten sowie für Impulse, Ideen und Motivation für gemeinsames Wachstum. Eine Möglichkeit, die eigene Entwicklung ganz behutsam nach außen zu tragen, einen Funken davon in die Welt zu schicken, um damit hoffentlich weitere Lichter anzuzünden, die dann gemeinsam die Welt immer weiter erhellen.

Ich danke euch von Herzen, dass ihr mit mir leuchtet!!!

Vielen Dank an Laya Commenda!!!

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.